Lesung: „Drei Steine“ am THG im Rahmen von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“

„Ich sage Nazis meine Meinung. Das hätte mich fast umgebracht“, beendete Nils Oskamp seine autobiographische Lesung in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen. Die Schule mit Gütesiegel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ hatte Oskamp eingeladen, damit der Autor seine in der Schulzeit in Dortmund-Dorstfeld gemachten Erfahrungen mit Neonazis aus den 1980er Jahren mit THG-Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9, 10 und Q1 teilt.
Klare Worte. Eindringliche Bilder. Unbequeme Gespräche. Die Graphic Novel „Drei Steine“ dokumentiert, wie Oskamp als Schüler Zivilcourage gegen Neonazis bewies, brutal zusammengeschlagen wurde und Mordanschläge knapp überlebte. Die Novel dokumentiert auch, wie Polizei, Familie und Schule diese Bedrohung verharmlosten. Und, dass einige der damaligen Täter nahezu ungestraft davon kamen, später ihren Weg in Politik und Wirtschaft fanden. „Es kostet manchmal Mut, aufzustehen und klar Stellung zu beziehen – aber genau das ist notwendig“, gab Oskamp seinen jungen Zuhörern mit.
Ermöglicht wurde diese Lesung durch eine Kooperation des Kinder- und Jugendfestivals „Leselust“ mit „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ des THG. Dankeschön!

Begegnung mit dem Landesjugendchor NRW

Ein ganz besonderer Workshop erwartete die Schülerinnen und Schüler des Vokalpraktischen Kurses der Jahrgangsstufe Q1 (Vp-Kurs) Anfang Oktober:

Der LandesJugendChor NRW probte in den Räumen der Jugendherberge Hagen. Interessierte Schülerinnen und Schüler des VP-Kurses waren herzlich eingeladen, in die Nachmittagsprobe hineinzuschnuppern, die Arbeit eines international renommierten Jugenchores zu erleben und sogar einige Stücke mitzusingen. Auch ein Stück des diesjährigen Programms des THG-Weihnachtskonzertes wurde von allen SängerInnen gemeinsam erarbeitet.

Über 20 SchülerInnen des THG nahmen diese Gelegenheit trotz schulfrei (03. Oktober – Tag der Deutschen Einheit) wahr. Der Chorleiter des LJC NRW (Nicolas Fink) sowie der Leiter des VP-Kurses und Lehrer am THG (Leo Wichmann), die diese Begegnung möglich gemacht hatten, zeigten sich begeistert vom Einsatz der jungen SängerInnen außerhalb ihrer Schulzeit und des Unterrichts.

Am Ende des Workshops zeigten sich alle SchülerInnen beeindruckt und inspiriert vom gemeinsamen Singen und der Gelegenheit, diesen tollen Chor erleben zu dürfen.

Abschluss der Probenphase bildete für den LandesJugendChor NRW ein Konzert im Theater der Stadt Hagen.

Intensiv, musikalisch und mit viel Teamgeist: Probentage des Schulorchesters

Am 12. und 13. Juni fanden die diesjährigen Probentage unseres Schulorchesters statt – zwei Tage voller Musik, Motivation und Konzentration.

Im ökumenischen Zentrum in Hagen-Helfe arbeiteten die 12 Schülerinnen und Schüler intensiv an ihrem Repertoire für das kommende Sommerkonzert. Neben dem Proben stand auch das Miteinander im Fokus. Gemeinsames Frühstücken, Eis- und Pizzaessen sowie das gegenseitige Zuhören und Unterstützen während der musikalischen Arbeit stärkten den Teamgeist spürbar.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein, der die Probentage auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt hat.

THG-Schüler lernen für den Ernstfall

Jeder kann im Ernstfall Leben retten. Dies haben die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums am 23.05.2025 im Rahmen eines besonderen Unterrichts gelernt. Jens Schilling, Fachgesundheits- und Krankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie vom Projekt „Laienreanimation kann jeder!“ hat mit den Schülerinnen und Schülern eingeübt, was im Fall eines Herz-Kreislaufstillstandes zu tun ist.

Der Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses stellt die dritthäufigste Todesursache in Deutschland dar. Zu 120.000 Betroffenen im Jahr wird der Rettungsdienst gerufen, in 60.000 Fällen können Reanimationsversuche unternommen werden. Aber nur knapp 11 Prozent der Betroffenen überleben solch einen Notfall. Leider wird nur in wenigen Fällen Hilfe geleistet durch Laien, vielfach aus Unwissenheit. „Hier wollen wir Hürden abbauen und Wissen aufbauen“, sagt Dr. Tobias Scholl-Eickmann vom Rotary Club Hohenlimburg-Letmathe, der die Aktion initiiert und unterstützt hat. „Laienreanimation ist nicht schwer, man kann nichts falsch machen, falsch ist es nur, nichts zu tun“, ergänzte Jens Schilling.

Zunächst wurde in einem theoretischen Teil erörtert, wie ein Herz-Kreislaufstillstand schnell zu erkennen ist. Die Wirkung der Herz-Druckmassage wurde eingängig erklärt und es schlossen sich viele Fragen der Schülerinnen und Schüler an. Ein Schüler wollte beispielsweise wissen, was zu beachten sei, wenn ein Baby reanimiert werde. Ein anderer Schüler fragte nach, ob bei einem Bewusstlosen nicht die Zunge im Mund bewegt werden müsse, um die Atemwege freizulegen – wie es kürzlich nach einem Zusammenstoß in der Fußballbundesliga zu sehen gewesen sei. Jens Schilling beantwortete die Fragen sehr eingängig und verständlich. Im nachfolgenden praktischen Teil lernten die Schülerinnen und Schüler an speziellen Puppen, eine Herz-Druckmassage durchzuführen. Jens Schilling sowie die von Sandra Walter, Lehrerin, Erste-Hilfe-Ausbilderin und Leiterin des Schulsanitätsdienstes am THG, ausgebildeten Sanitätshelfer unterstützten die Mitschülerinnen und -schüler dabei tatkräftig.

„Jede Bürgerin und jeder Bürger, auch schon im Schulalter, kann bei einem Herz-Kreislaufstillstand helfen und mit einfachen Maßnahmen der Wiederbelebung beginnen, um die Zeit bis zum Eintreffen von Notarzt- und Rettungsdienst zu überbrücken“, betont Jens Schilling. Dadurch könnten viele Menschen gerettet werden. Daher sei es so wichtig, möglichst alle Kinder über Laienreanimation aufzuklären und zu schulen.

Mit Hilfe von Jens Schilling und dem Rotary Club Hohenlimburg-Letmathe wurde ein kleiner Beitrag zu diesem Ziel am THG geleistet. Im kommenden Jahr soll die Aktion möglichst wieder durchgeführt werden, um schrittweise alle Schülerinnen und Schüler des THG für den Ernstfall vorzubereiten.

THG-Basketballerinnen fahren zum Bundesfinale

Berlin!!! Die THG-Mädels gehen als Landessieger ins Bundesfinale! Dabei schlugen sie das Basketballinternat Bad Honnef gleich zwei Mal knapp. Im Finale konterte das Team von Tobit Schneider und Fabian Köppen einen Rückstand von 22-28 und setze sich mit 42-35 die NRW-Krone auf. Es spielten: Hannah, Enie, Stina, Giulietta, Maya, Romy, Antonia, Lilly, Paula, Fenja, Ariane. Herzlichen Glückwunsch!
Ergebnisse:
vs. Gelsenkirchen 33:16
vs. Bad Honnef 25:22
Gruppensieg

vs. Paderborn 44:21 (HF)
vs. Bad Honnef 42:35 (Finale)

Körbe für Namibia

Wir, die Namibia-AG des THG, veranstalten am Samstag, dem 18. Januar, in der Halbzeit des Spiels von Phoenix Hagen die Aktion „Körbe für Namibia“.
Wir sammeln Spenden und während der Halbzeitpause können unsere jüngsten SchülerInnen Körbe werfen. Für jeden erfolgreichen Wurf erhalten wir dank unseres Sponsors Vogelsang Edelstähle 10 € pro Treffer.
Das gespendete Geld wird verwendet, um einerseits unseren Partner e.V. Wadadee Cares zu unterstützen. Wadadee Cares wird mit unserer Unterstützung Gewächshäuser bauen. Die landwirtschaftlichen Produkte fließen unmittelbar in Kindergärten Katuturas, dem größten Township Namibias. Diese Gewächshäuser werden wir auf unserer Reise vor Ort selbst bepflanzen können. Andererseits unterstützen wir das Hostel der People Primary School im selben Township. Die Sanierung der Sanitäranlagen ist dringend notwendig und uns ein großes Anliegen.


Neben der Korbaktion in der Halbzeit des Spiels sind wir außerdem im Foyer vertreten und bieten dank der Hilfe von Phoenix eine Tombola mit tollen Preisen an. Wir hoffen, viele von euch am Sonntag in der Halle zu sehen, und würden uns über jede noch so kleine Spende freuen.

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Kunstprojekt zur Gedenkveranstaltung in Hagen (Jahrestag der Reichspogromnacht)

Am 09.11.2024 nahmen SchülerInnen aus den Jahrgangsstufen 9-Q2 an einer besonderen Gedenkveranstaltung in Hagen teil, die an die Reichspogromnacht von 1938 erinnerte. Diese Nacht markiert einen der düstersten Momente in der Geschichte des Nationalsozialismus, in der in Deutschland und Österreich jüdische Geschäfte, Synagogen und Wohnungen zerstört wurden, Tausende Jüdinnen und Juden verfolgt, verhaftet und ermordet wurden.


Im Rahmen des Projekts entwickelten die SchülerInnen unter der Leitung der Kunstfachschaft zwei figurative Kunstplastiken aus Draht und Gips, um an das leidvolle Ereignis zu erinnern und die Bedeutung von Toleranz, Demokratie und Menschlichkeit zu betonen. Die Plastiken wurden im Rahmen der Gedenkveranstaltung der Öffentlichkeit in der Volme Galerie präsentiert und regten zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte an.
Das Kunstprojekt war nicht nur eine kreative Auseinandersetzung mit einem wichtigen historischen Thema, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit für die SchülerInnen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zum gesellschaftlichen Diskurs beizutragen.

Wir sind stolz auf das Engagement unserer SchülerInnen!

Trier – Bauwerke, Legenden und Machtkämpfe

Wie schon in den vergangenen Jahren erkundete auch in diesem Schuljahr ein Lateinkurs der Jahrgangsstufe 8 die älteste Stadt Deutschlands. Unter Leitung von Frau Dr. Schurgacz und Frau Wienhauer ging es zunächst ins Amphitheater. Dort wurde die Akustik erprobt und für gut befunden. Ebenso nahm die Gruppe die Überreste der Arena mitsamt dem unterirdischen Bereich, in dem sich die Gladiatoren vor den Kämpfen aufhielten, genauer in Augenschein.

Am Nachmittag erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einer Führung durch die Innenstadt weitere Einblicke sowohl in das antike als auch in das mittelalterliche Trier. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass die Porta Nigra ursprünglich einen anderen Namen hatte, der heute jedoch nicht mehr bekannt ist, wohingegen ein anderes – nicht mehr erhaltenes Tor – in einem Brief namentlich erwähnt wurde. Die Gruppe übersetzte unterwegs mehrere Inschriften aus dem Mittelalter, die Informationen über das damalige Leben und die kursierenden Legenden boten. So besagte beispielsweise eine Inschrift, dass Trier älter als Rom sei. Außerdem erzählte der „römische Reiseführer“ den Jugendlichen viel über die Machtkämpfe der Kaiser in der Spätantike, aus denen der einige Jahre in Trier residierende Konstantin als Sieger hervorging.

Insgesamt erwies sich der Lateinunterricht an diesem Tag alles andere als trocken – was nicht nur den Inhalt, sondern auch das Wetter betraf. Dennoch bereitete die Exkursion allen Beteiligten viel Freude. Die Gruppe war sich einig, dass der Ausflug gelungen war und Lust auf mehr weckt.

Kulinarischer Abend 2024

Der Kulinarische Abend 2024 des THG war wieder ein voller Erfolg.
Obwohl uns der Wettergott nicht gut gesonnen war, kamen rund 500 Gäste zu dem jährlich stattfindenden Sommerfest.
Die zahlreichen Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und vor allen Dingen ehemalige Schülerinnen und Schüler des THG bereuten ihr Kommen nicht.

Es gab wie im letzten Jahr ein hochwertiges Bühnenprogramm, aus dem wieder die THG Tanzgruppen herausragten. Hier haben die Coaches Mary Parisi, Melissa Peikert, Emily Kremser und Maie Brückner professionelle Choreographien auf die Beine gestellt.
Im Verlaufe des Abends traten die neu gegründete Schulband (Leitung: Leo Wichmann), der Oberstufenchor (Leo Wichmann), der Unterstufenchor (Georg Klopf), das THG-Orchester (Georg Klopf) und die „Swinging Teachers“ (drei ehemalige Lehrer) auf, die alle für große Begeisterung sorgten. Insbesondere Jette Heek und Marek Peterko konnten mit ihrem Duett aus Saxophon und Klavier überzeugen.
Neu im Programm war eine Modenschau, in der die von Franziska Hörner geleitete Mode-AG ihre selbst hergestellten Kleider und Masken auf einem Laufsteg durchs Publikum präsentieren konnten. Dafür bekamen sie viel Applaus.

Höhepunkt des Abends war dann aber das Konzert der ehemaligen Schülerband „Neubau“, die den Sommergarten des THG zum Kochen brachte.
Das Publikum tanzte vor der Bühne enthusiastisch mit und entließ die vier Exschüler Nik, Marcel, Daniel und Philip nicht ohne mehrere Zugaben.

Auch die Verpflegung an dem Abend ließ keine Wünsche offen. So gab es neben den üblichen Kaltgetränken auch gepflegte Weine und alkoholfreie Cocktails. Bratwürste, Steaks und eine Vielzahl von gespendeten Salaten rundeten das Angebot ab. Insbesondere vor dem Crêpestand von Claudia Schmidt war eine
lange Warteschlange nicht zu übersehen.

Insgesamt war es eine sehr gelungene Veranstaltung, so urteilte auch der Exschüler Timo Hiepler und jetziger Radio Hagen Moderator, der es sich nicht nehmen ließ, auf dem Fest zu erscheinen, um auch seine alten Mitschüler wiederzutreffen.

Houda aus der Q1 über ihre Erfahrungen in den Lernferien zum Thema Flugzeugbau

Ich bin Houda, eine Schülerin der Q1 und habe dieses Jahr an den Lernferien NRW teilgenommen. Dabei hatte ich die Wahl zwischen zahlreichen Workshops, habe mich letztlich jedoch für den des Flugzeugbaus entschieden aus dem einfachen Grund, dass ich den physikalischen Aspekt der Aerodynamik sehr ansprechend fand.
Das ganze fand in Jülich Barmen statt. Ein Science College unmittelbar neben dem Hotel Haus Oberbach. Zu Beginn ging ich dahin mit dem Gedanken dort zu lernen, wie ich einen Gleiter baue und wie Flugzeuge genau funktionieren, jedoch lernte ich weitaus mehr als nur das. Ein großer Teil der Lernferien war nämlich auch der Aspekt der Sozialisierung. Alle Teilnehmer dort waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen, somit war es einfach neue Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.
Den meisten Kontakt hatte ich mit den Schülern, mit denen ich auch einen Flieger gebaut habe. Wir starteten mit einer kurzen Einführung zu
Aerodynamik, wie die Auftriebskraft mit der Form der Tragflächen zusammenhängt und so weiter. Im nächsten Schritt fertigten wir
ein Modell unseres Fliegers an. Dies geschah mithilfe einer Excel-Tabelle und eines Programms der NASA, das sich OpenVSP nennt. Im Laufe der Woche fanden immer wieder Optimierungen statt bis wir dann schließlich zum eigentlich Bau kamen.

Zwischendurch standen auch noch weitere Programmpunkte auf dem Plan. Dazu gehörten beispielsweise eine Nachtwanderung, ein Vortag über den Kosmos und die Astronomie, ein Filmeabend und sogar ein zusätzlicher Medienworkshop.
Abschließend kann ich für mich festhalten, dass die Lernferien NRW mit ihrem bunten Mix aus Projektarbeit, Freizeitangeboten und Abenteuern nicht nur eine super Möglichkeit sind sich mit dem für mich interessanten Thema auseinanderzusetzen, sondern auch neue Menschen kennenzulernen, neue Perspektiven zu entdecken und allgemein einfach mal aus sich herauszukommen.

Astronomie-Vortrag / Medienworkshop / Haus Overbach / Nachtwanderung

Bericht: Houda Baou, Q1