„Tausche Kuchen gegen ein politisches Gespräch“

„Tausche Kuchen gegen ein politisches Gespräch“. Mit diesem Versprechen lockte die THEO-AG am 1. Juli zahlreiche Gäste in die Schule. Nachmittags, nach Unterrichtsschluss. Auch der Hagener Oberbürgermeister Dennis Rehbein (CDU) und die Bundestagsabgeordnete Tijen Ataoglu (CDU) folgten diesem Versprechen auf Diskurs und Biskuit. Jeweils eine Waffellänge lang diskutierten beide im persönlichen Gespräch mit Eltern, Schülern und Lehrkräften über kontroverse Streitfragen – wie zum Beispiel, ob sich die CDU der AfD inhaltlich annähern sollte, um enttäuschte Wähler zurückzugewinnen, oder ob die Stadt Hagen trotz klammer Kassen nach dem Bundesliga-Aufstieg von Phoenix Hagen eine neue Multifunktionshalle bauen sollte. Ziel dieses politischen Speed-Datings , das vom Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gefördert wurde, war das Training des Demokratiemuskels: der Austausch von Argumenten, das Aushalten unterschiedlicher Standpunkte und der Perspektivwechsel. Mindestens die 18 Teilnehmer der „Friedensfahrt 2026“ werden (nicht nur) ihren Demokratiemuskel in den nächsten Wochen benötigen, wenn sie per Fahrrad von Weimar via Erfurt, Leipzig und Wittenberg nach Berlin radeln. Denn auch unterwegs wird Kuchen gegen ein politisches Gespräch getauscht.

Amphitheater, Thermen und Legionäre – Xanten 2026

Nachdem die Exkursion nach Xanten im letzten Jahr entfallen musste, machten sich in diesem Schuljahr gleich zwei Lerngruppen (Lateinkurse der Klassen 7 und 8) auf den Weg an den Niederrhein. Bei zumeist sonnigem Wetter wurde zunächst der Archäologische Park erkundet. Dazu hatten die Schülerinnen und Schüler Referate erarbeitet, mittels derer sie die Gruppe über verschiedene Gebäude (beispielsweise den Hafentempel oder das Amphitheater) und historische Hintergründe (z. B. die Colonia Ulpia Traiana oder die Römer in Germanien) informierten. Ebenso lernten sie bei der Besichtigung einer Herberge römische Gepflogenheiten wie das Essen im Liegen kennen und entdeckten bei einer Kaiserchronologie bekannte Namen (Caesar, Augustus). Weil an diesem Tag Vorbereitungen für die Römertage getroffen wurden, konnten die Jugendlichen außerdem einer Parade von „Legionären“ zuschauen, was den Ausflug zusätzlich aufwertete.

Nach der Mittagspause erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei zwei Führungen im Römermuseum (z. B. anhand von Grabsteinen, der Thermen oder eines Plattbodenschiffes) weitere Details über das Leben der Römer sowohl in Germanien als auch im Allgemeinen.

Insgesamt war sich die Gruppe – die Jugendlichen sowie Frau Dr. Schurgacz und Frau Wienhauer als begleitende Lehrerinnen – einig, dass der Ausflug eine gelungene Abwechslung zum regulären Unterricht darstellte, und peilte bereits weitere Ziele an.   

Physik-LK am DESY in Hamburg – eine THG-Tradition

Schon zum 5. Mal ging es für den Physik-Leistungskurs vom THG am Freitag (17.04.2026) zum DESY nach Hamburg. Das größte deutsche Forschungszentrum DESY erlaubte den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die Welt der Wissenschaft: „Woraus besteht ein Proton?“ oder „Welche Rolle spielte das DESY bei der Entwicklung von Covid-Impfstoffen?“

Beim Besuch des weltweit einzigartigen HERA-Speicherrings konnten die Teilnehmer dann erfahren, dass mit HERA herausgefunden wurde, dass das Proton aus 3 Hauptbestandteilen (Quarks) besteht, aber es noch eine „Suppe“ aus weiteren Quarks und Gluonen enthält. Ein weiterer Schwerpunkt am DESY ist heute die Forschung mit hochenergetischer Röntgenstrahlung. Damit lassen sich dreidimensionale Aufnahmen von kleinsten Strukturen wie zum Beispiel Molekülen machen, und es können sogar chemische Reaktionen „gefilmt“ werden. Dies eröffnet in der Chemie, Biologie und Medizin bisher unbekannte Möglichkeiten der Forschung.

Und auf besonderen Wunsch der Schülerinnen und Schüler wurde der Tripp bis Samstag verlängert. So blieb noch Zeit, weitere Highlights von Hamburg wie das Miniaturwunderland zu entdecken. Auch ein Spaziergang unter der Elbe im alten Elbtunnel gehörte zum Programm. (H. Thurn)

Prüfen – Rufen – Drücken

60 SchülerInnen sind nun vorbereitet für den Ernstfall.

100.000 Menschen erleiden jährlich in Deutschland einen Herzstillstand. Noch liegt die Helferquote bei nur 50%.

Frau Walter, Frau Bretländer und ihr Team aus 25 Schulsanitätern schulten am gestrigen Freitag die Jahrgangsstufe EF in Laienreanimation. Der WDR begleitete das Seminar.

Ausstrahlungstermin: Mittwoch, 08. April, 19:30 Uhr WDR Lokalzeit Dortmund

SchülerInnen des THG als Zweitzeugen

Die Klasse 7c des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Hagen nahm im Rahmen der Lektüre des Romans „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ im Deutschunterricht am Zweitzeug*innen-Projekt des gleichnamigen Vereins teil.

Ziel des Projekts ist es, die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden weiterzugeben und Schülerinnen und Schüler dazu zu ermutigen, selbst zu „Zweitzeug*innen“ zu werden.

Während des Workshops lernten die Schülerinnen und Schüler die Lebensgeschichten von zwei Personen kennen: Leon Weintraum und Wolfgang Lauinger, die die Zeit des Nationalsozialismus und die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung erlebt hatten.

Anhand von Bildern, Zitaten und persönlichen Geschichten setzten sich die Jugendlichen intensiv mit den Ereignissen auseinander. Dabei wurde deutlich, welche Auswirkungen Ausgrenzung, Diskriminierung und Hass auf das Leben einzelner Menschen haben können.

Besonders eindrucksvoll war für viele, dass sie die Geschichten nicht nur in Podcasts hören und an Schautafeln lesen konnten, sondern sie auch aktiv weitergeben können. Als „Zweitzeug*innen“ tragen sie nun die Verantwortung, die Erinnerung an die Schicksale der Betroffenen wachzuhalten und anderen davon zu erzählen.

Die Teilnahme am Projekt war für die Klasse 7c eine wichtige Erfahrung. Sie hat den Schülerinnen und Schülern nicht nur historisches Wissen vermittelt, sondern auch zum Nachdenken über Verantwortung, Respekt und Menschlichkeit in der heutigen Gesellschaft angeregt.

Landestreffen: Demokratisch Handeln

Tausche Kuchen gegen ein politisches Gespräch. Auf Einladung des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW und der Heinrich-Böll-Stiftung nahmen Arne Eßer und Robert Steinmann am Landestreffen des Bundeswettbewerbs „Demokratisch Handeln“ teil. Dort trainierten die beiden EF-Schüler ihren Demokratiemuskel: Sie präsentierten das Projekt „Tausche Kuchen gegen ein politisches Gespräch.

THG-Schüler radeln 550 Kilometer für Diskurs, Dialog und Debatte anlässlich der Kommunalwahl 2025“ der THEO-AG, besuchten unterschiedliche Workshops zu Demokratiebildung und vernetzen sich mich anderen engagierten Schülerinnen und Schülern. In zwei Tagen wurden 26 Projekte unterschiedlicher Nordrhein-westfälischer Schulen von insgesamt 75 eingereichten Projekten aus NRW in der Akademie Klausenhof für ihr Engagement für Demokratie, Toleranz und gesellschaftliches Zusammenleben ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch – und weiter so!

Vorbereitungsworkshop für die Friedensfahrt 2026

Begegnen. Fragen. Weitersagen.

Unter diesem Motto trafen sich 19 zukünftige „Friedensfahrer“ und fünf assoziierte Schüler in Begleitung von Tabea Bretländer und Dr. Andrea Kolpatzik bei den „Holo-Voices“ auf Zeche Zollverein in Essen. Die Ausmaße von Zwangsarbeit während der NS-Zeit im Ruhrgebiet entdecken, Erkenntnisinteressen präzise formulieren, Deep Fakes analysieren und antisemitische Stereotype auf Instagram, TikTok und Co. reflektieren.

Im eintägigen Vorbereitungsworkshop befragten die THG-Schüler KI generierte Zeitzeugen und diskutierten, wie sich Erinnerung an den Nationalsozialismus nach dem Ableben der Zeitzeugen und im Zeitalter von KI gestalten wird. Neben der inhaltlichen Vorbereitung auf die im Juli stattfindende „Friedensfahrt 2026“ stand auch das erstmalige Kennenlernen der Gruppe im Fokus. Auch hier passte es!

Lesung: „Drei Steine“ am THG im Rahmen von „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“

„Ich sage Nazis meine Meinung. Das hätte mich fast umgebracht“, beendete Nils Oskamp seine autobiographische Lesung in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen. Die Schule mit Gütesiegel „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ hatte Oskamp eingeladen, damit der Autor seine in der Schulzeit in Dortmund-Dorstfeld gemachten Erfahrungen mit Neonazis aus den 1980er Jahren mit THG-Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9, 10 und Q1 teilt.
Klare Worte. Eindringliche Bilder. Unbequeme Gespräche. Die Graphic Novel „Drei Steine“ dokumentiert, wie Oskamp als Schüler Zivilcourage gegen Neonazis bewies, brutal zusammengeschlagen wurde und Mordanschläge knapp überlebte. Die Novel dokumentiert auch, wie Polizei, Familie und Schule diese Bedrohung verharmlosten. Und, dass einige der damaligen Täter nahezu ungestraft davon kamen, später ihren Weg in Politik und Wirtschaft fanden. „Es kostet manchmal Mut, aufzustehen und klar Stellung zu beziehen – aber genau das ist notwendig“, gab Oskamp seinen jungen Zuhörern mit.
Ermöglicht wurde diese Lesung durch eine Kooperation des Kinder- und Jugendfestivals „Leselust“ mit „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ des THG. Dankeschön!

Begegnung mit dem Landesjugendchor NRW

Ein ganz besonderer Workshop erwartete die Schülerinnen und Schüler des Vokalpraktischen Kurses der Jahrgangsstufe Q1 (Vp-Kurs) Anfang Oktober:

Der LandesJugendChor NRW probte in den Räumen der Jugendherberge Hagen. Interessierte Schülerinnen und Schüler des VP-Kurses waren herzlich eingeladen, in die Nachmittagsprobe hineinzuschnuppern, die Arbeit eines international renommierten Jugenchores zu erleben und sogar einige Stücke mitzusingen. Auch ein Stück des diesjährigen Programms des THG-Weihnachtskonzertes wurde von allen SängerInnen gemeinsam erarbeitet.

Über 20 SchülerInnen des THG nahmen diese Gelegenheit trotz schulfrei (03. Oktober – Tag der Deutschen Einheit) wahr. Der Chorleiter des LJC NRW (Nicolas Fink) sowie der Leiter des VP-Kurses und Lehrer am THG (Leo Wichmann), die diese Begegnung möglich gemacht hatten, zeigten sich begeistert vom Einsatz der jungen SängerInnen außerhalb ihrer Schulzeit und des Unterrichts.

Am Ende des Workshops zeigten sich alle SchülerInnen beeindruckt und inspiriert vom gemeinsamen Singen und der Gelegenheit, diesen tollen Chor erleben zu dürfen.

Abschluss der Probenphase bildete für den LandesJugendChor NRW ein Konzert im Theater der Stadt Hagen.

Intensiv, musikalisch und mit viel Teamgeist: Probentage des Schulorchesters

Am 12. und 13. Juni fanden die diesjährigen Probentage unseres Schulorchesters statt – zwei Tage voller Musik, Motivation und Konzentration.

Im ökumenischen Zentrum in Hagen-Helfe arbeiteten die 12 Schülerinnen und Schüler intensiv an ihrem Repertoire für das kommende Sommerkonzert. Neben dem Proben stand auch das Miteinander im Fokus. Gemeinsames Frühstücken, Eis- und Pizzaessen sowie das gegenseitige Zuhören und Unterstützen während der musikalischen Arbeit stärkten den Teamgeist spürbar.

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein, der die Probentage auch in diesem Jahr wieder finanziell unterstützt hat.