VdW-Tagung in Berlin

Nach Corona-bedingter Absage der Veranstaltung im November konnte am 29./30. April endlich wieder eine VdW-Jahrestagung in Präsenz stattfinden. Als VdW-Kooperationsschule sind wir mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern nach Berlin gefahren, die aktuellen Schülerinnen und Schüler haben abiturbedingt per Video teilgenommen. Schwerpunkt war diesmal die Verantwortung von Wissenschaft für gesellschaftliche Herausforderungen und aktuell die Folgen des Ukraine-Krieges für die internationale Kooperation von Wissenschaft (Programmflyer). Neben den interessanten Vorträgen waren wie immer die abendlichen Diskussionen mit den bedeutenden Wissenschaftlern beim Bier oder Wein besonders gewinnbringend (siehe Fotos). Videos der Vorträge und weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es hier.

(H. Thurn.)

Physik LK und Philosophie GK tauschen sich mit Klimaforscher Prof. Graßl aus

Der Physik LK und der Philosophie Grundkurs der Q1 hatten dank der vorhandenen Kooperation mit der VdW die Möglichkeit sich heute per Videokonferenz mit dem Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl über die aktuelle Klimasituation auszutauschen. Prof. Graßl hat die Erkenntnisse aus dem aktuellen Klima-Bericht vorgestellt und natürlich aus seinem ereignisreichen Leben berichtet. Anschließend hat er alle Fragen der Schülerinnen und Schüler beantwortet. Es war ein sehr produktives Gespräch mit einem großen Mehrwert für uns am THG! Bei den Schülern hat diese Veranstaltung einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil Hartmut Graßl als Kimaexperte aber vor allem als Mensch beeindruckt.

Der Physik-Nobelpreis, der Klimawandel und das THG

Heute, am 5. Oktober 2021 hat Professor Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann den wohl bedeutendsten Wissenschaftspreis verliehen bekommen, den Nobelpreis für Physik. Das Nobelpreis-Komitee hat besonders die Forschungsarbeit für das physikalische Modellieren des Klimas der Erde hervor gehoben. Damit wurde die Grundlage für das Wissen über das Erdklima und den Einfluss des Menschen gelegt.

Nobelpreis-Medaille

Aber wer ist Klaus Hasselmann?

Der zurzeit bekannteste Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber schreibt in seinem Buch „Selbstverbrennung“ (Verlag: C. Bertelsmann): 

Aber mein persönlicher Werdegang als Wissenschaftler wurde von Klaus Hasselmann und seinem charismatischen Mitstreiter Hartmut Graßl beeinflusst. Es stellt eine ganz besondere Auszeichnung dar, wenn man mit solch überragenden Gelehrten zusammenarbeiten und publizieren darf.“

Arbeitsgruppe Klimaforschung (Bengtsson, Graßl, Hassselmann)

Die beiden so hoch gelobten Gelehrten hatten im Jahre 1998 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt verliehen bekommen (siehe Foto oben). Bereits vor über 20 Jahren hieß es in der Begründung des Umweltpreises: „Den Direktoren des Max Planck Instituts für Meteorologie Professor Dr. Lennart Olof Bengtsson, Professor Dr. Hartmut Graßl und Professor Dr. Klaus Ferdinand Hasselmann ist es gelungen, solche Klimamodelle zu entwickeln. Damit lassen sich Klimaschwankungen, die wir in den letzten Jahren verstärkt beobachten, besser erklären und zum Teil auch vorhersagen. Ihre Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, dass heute (Anm.: im Jahre 1998) kaum mehr Zweifel an den menschlichen Einflüssen auf das Erdklima bestehen.“ (Quelle: Deutscher Umweltpreis )

Was hat das Ganze nun mit unserem THG zu tun?

Hartmut Graßl am THG (2017)

Der „charismatischer Mitstreiter“ des neuen Nobelpreisträgers, Professor Dr. Hartmut Graßl hat im Rahmen der Kooperation des THG mit der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VdW eV. mehrfach unsere Schule besucht und eindrucksvolle Vorträge gehalten. Zuletzt im Jahre 2017 bei einer Zukunftsveranstaltung am THG mit der Schulministerin Yvonne Gebauer und im Jahr 2019 bei der Jubiläumsveranstaltung in der Hagener Stadthalle. So berühmt Hartmut Graßl auch ist, hat er sich auf Veranstaltungen der VdW in Göttingen, Berlin oder Hamburg immer bereit willig und gerne die Zeit genommen, um mit unseren Schülerinnen und Schülern vom THG über globale Zukunftsprobleme zu diskutieren.

Wir am THG sind sehr stolz, einen in jeder Hinsicht herausragenden Menschen wie Hartmut Graßl kenne zu dürfen. (Dr. Holger Thurn)

Hartmut Graßl im Gespräch mit THG-Schüler/-innen (2017)

Der Erdkunde-Projektkurs setzt sich kritisch mit dem Einsatz von Plastik auseinander

Der weltweite Einsatz von Plastik führt zu immer größeren Umweltproblemen. Aus diesem Grunde hat sich unser Erdkunde-Projektkurs an unserer Schule ausführlich mit diesem Problem beschäftigt.

Schauen wir uns doch mal um: Plastik ist überall, nicht nur als Verpackungsmaterial oder in Spielzeugen. Plastik ist längst in unserem Alltag integriert. Die Menge des vorhandenen und immer wieder neu produzierten Materials, aber auch seine lange Haltbarkeit, werden immer mehr zu einem Problem. Es landet oft sogar dort, wo wir es kaum vermuten: auf unseren Tellern. Wie aber wird man das ganze Plastik wieder los? Oder besser noch: wie kann man es vermeiden?

Seit den 1960er Jahren ist die weltweite Plastikproduktion geschätzt von 1,5 Millionen auf 400 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen. Große Mengen davon gelangen in die Umwelt mit unabsehbaren Folgen für Tiere, Pflanzen und Menschen. „Mikroplastik befindet sich überall, an Land, im Wasser und sogar in der Luft“, bestätigen Wissenschaftler. Kunststoffe seien in der Umwelt so allgegenwärtig, dass das 21. Jahrhundert wahrscheinlich als das „Plastik-Zeitalter“ in Erinnerung bleibt.

Weil diese Fakten und dieses drastische Problem uns Sorgen gemacht haben, waren wir am 18.09.20 auf der „Creativa/Fair Friends“ Messe in Dortmund. Wir haben vielfältige Ideen entdeckt, wie Sportkleidung bestehend aus Plastikmüll aus dem Meer, wiederverwendbare Becher aus Holz und vielem mehr. Dennoch sind dies keine Dinge, die jeder von uns im Alltag unbedingt benötigt oder kostengünstig findet. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen am 22.09.20 an unserer Schule Müll aufzusammeln.
Wir waren schockiert darüber, was wir alleine für eine Menge an Müll bei uns auf dem Schulhof gefunden haben, obwohl alle 10 Meter ein Mülleimer vorhanden ist. Wir wissen, dass dies nicht gleich Auswirkungen auf die ganze Welt hat oder das Plastikproblem lösen wird, aber dennoch war dies ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wenn jede/-r Schüler/-In an unserer Schule darauf achtet, seinen/ihren Müll fürsorglich in einem der vorhandenen Mülleimer zu entsorgen, wäre das schon ein riesiger Fortschritt.

Weitere Dinge, die man tun könnte um zu einer der saubereren Umwelt etwas beizutragen, sind beispielsweise den Plastikverbrauch generell zu reduzieren, in dem man auf Einwegplastik verzichtet und stattdessen auf Stofftaschen beim Einkauf und auf wiederbefüllbare Flaschen umsteigt.
Desweiteren sollte man den Müll trennen und Pfandflaschen abgeben und somit verhindern, dass Plastik in die Umwelt gelangt. Vielleicht konnten wir den ein oder anderen ermutigen, mal Müll in seiner Freizeit aufzusammeln oder auf plastikfreie Allternativen umzusteigen.

Veronika Haar & Noley Lausch

Namibia – Ein Nachbericht

Die Reise nach Namibia war eine der schönsten Unternehmungen, die wir erleben durften, nicht nur wegen der atemberaubenden Landschaft und der beeindruckenden Tierwelt, sondern vor allem weil dadurch neue Freundschaften geknüpft wurden. Wir haben, seitdem wir im Februar Namibia auf Wiedersehen sagen mussten, regelmäßigen Kontakt mit unseren Austauschschülerinnen und wir planen nicht nur unser nächstes Wiedersehen, welches hoffentlich nächstes Jahr im Mai stattfinden kann, sondern auch darüber hinaus. Bei uns hat es direkt, als wir unsere Austauschschülerinnen das erste Mal gesehen haben, “Klick” gemacht. Wir hatten zwar vorher schon Kontakt über Whats App und Face Time, aber als wir uns alle das erste Mal sahen, hat man direkt gemerkt, dass diese Freundschaften sehr stark sein werden. Dadurch, dass wir eine Woche in der Familie lebten, könnte man sogar sagen, dass man fast ein familienähnliches Verhältnis aufgebaut hat. Aber die Freundschaften waren nicht das Einzige, die uns näher an das Land gebracht haben. Der Besuch in Katutura zeigte uns noch eine ganz andere Seite. Wir hatten die Chance mit den Kindern im Township viel Spaß zu haben und hatten so auch direkten Kontakt zu dieser “anderen Seite”, was glaube ich für jeden eine Erfahrung war, die wir nie vergessen werden und uns auch in irgendeiner Weise verändert hat.

Namibia war eine Erfahrung die wir alle niemals vergessen werden.

Stiftung Erdball-Fans mit neuer Homepage

Aus einigen engagierten Schülerinnen und Schülern des THG ist inzwischen eine generationsübergreifende Bewegung geworden. Zu den Erdball-Fans zählen inzwischen auch Schüler anderer Hagener Schulen und Studierende verschiedener Universitäten, aber auch engagierte Menschen aller Altersstufen weit über Hagen hinaus. Die Stiftung Erdball-Fans (in Gründung) mit dem Schirmherrn Ernst Ulrich von Weizsäcker konnte auch viele namenhafte Unterstützer gewinnen.

Alles weitere auf der neuen Homepage der Stiftung Erdball-Fans.

Die 5. Namibiafahrt vom THG

Vom 28.01.2020 bis zum 12.02.2020  fährt die Namibia AG des THGs wieder einmal nach Namibia in Afrika. 20 Schülerinnen und Schüler der 9 & 10 Klasse werden dort aufregende 16 Tage verbringen und viele Eindrücke sammeln.

In den letzten Monaten haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der AG auf den Aufenthalt in Namibia gut vorbereitet. Es wurden Referate über das Land, die Geschichte, Sehenswürdigkeiten und vieles mehr gehalten und Kontakt mit ihren Gastgebern  aufgenommen.

In den ersten paar Tagen wird die Gruppe im Erindi Camp Elephant wohnen, sich selbst versorgen und tagsüber die Tiere beobachten.

 Freitagabend werden die Schülerinnen und Schüler zu ihren Gastfamilien in Windhoek gebracht und verbringen ein ganzes, individuelles Wochenende mit ihnen. Während des 1 wöchigen Aufenthaltes in Windhoek gehen sie mit ihren Gastkindern in das Private Windhoek Gymnasium und nehmen dort am Unterricht teil.  Auch werden sie die Partnerschule St. Barnabas Primary School besuchen, die im Township Katutura in Windhoek liegt. Dieses Jahr wird für die Kinder an der Schule einen neuer Basketballplatz gebaut und neue Sportartikel werden mitgebracht.  Die Finanzierung dieses Projekts wird von den Spenden bezahlt die  unter anderem auf dem Weihnachtskonzert und dem „Tag der offenen Tür“ gesammelt wurden.

Vom 7.02 bis zum 10.02. fährt die Gruppe dann in den wunderschönen Küstenort Swakopmund und fährt dort mit Quads und einem Jeep durch die Namib. Abends wird das Erlebte besprochen. Danach geht es weiter in den Osten von Windhoek wo ein großes BBQ mit allen Gastschülerinnen und Gastschülern geplant ist.  Am 12.02. fliegen sie randvoll mit tollen Erinnerungen  wieder nach Hause.

THG-Schülerin macht FSJ in Namibia – erster Zwischenbericht

Die THG-Schülerin Paula Thurn hatte 2016 im Rahmen der Namibia AG an der zweiwöchigen Reise nach Namibia teilgenommen. Nicht zuletzt wegen der tiefen Eindrücke dieser Reise entschied sich Paula, nach ihrem Abitur im Sommer 2019 ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Windhoek (Namibia) durchzuführen. Dort unterstützt Sie nun Kinder aus dem Armutsviertel Katutura bei den Schulaufgaben und trainiert sie im Teamsport Basketball.

Nach den ersten zwei Monaten in Windhoek hat Paula nun einen kleinen Zwischenbericht geschickt. Viel Freude bei Lesen.

Neue und alte Erdballfans auf VdW-Tagung in Göttingen

„Nachhaltige Landnutzung“: Das war der Titel der inzwischen 8. Konferenz der Konferenzreihe „Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit“, einer Kooperation der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VdW) und der Georg-August-Universität Göttingen sowie der Stiftung Adam von Trott.  Die vielfältigen Programmpunkte im Programm-Flyer  klingen für uns Schüler vielleicht erst einmal sehr spezifisch und wenig lebensnah.

Begrüßung durch Prof. Dr. Hartmut Graßl (VdW-Vorsitzender)

Aber gerade diese Themen haben bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Bedingungen auf unserem Planeten: „Der Klimawandel und damit einhergehende Wetterschwankungen, die Zunahme von industrieller Landwirtschaft und die gesteigerte Nachfrage nach Lebensmitteln stellen Agrar-und Forstsysteme vor neue Herausforderungen. Was bedeutet nachhaltige Landnutzung im Sinne einer ökologisch, ökonomisch und sozial verträglichen  Perspektive?“

Die Planetarischen Grenzen (Prof. Dr. Teja Tscharntke, Uni Göttingen)

Mit dieser Frage beschäftigten sich am 15. und 16. November zahlreiche Vorträge und Diskussionen in Göttingen. Auch eine zehnköpfige Gruppe des Theodor-Heuss-Gymnasiums war dabei: Acht Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2, davon ein Schüler des ADs sowie Mathe- und Physiklehrer Herr Dr. Thurn, der auch die Kooperation des THGs mit der VdW betreut, und Mathe- und Physikreferendarin Frau Kudla.  Gerade in Hinblick auf den Klimawandel und auch für die Arbeit von Fridays for Future, wo sich einige der Mitgereisten engagieren, war vieles sehr interessant.

Strategietreffen der Erdballfans (die „Neuen“)

Strategietreffen der Erdballfans (die „Alten“)

Konkret waren die Vorträge thematisch durchaus gestreut, knüpften in vielen Punkten aber aneinander an. Zentrale Themen waren zum Beispiel Ernährung, was unter anderem von Havard-Professorin Lindsay Jaacks beleuchtet wurde, Landwirtschaft in den unterschiedlichsten Regionen der Erde und auch Forstsysteme. Geografisch reichte die Spannweite der Themen von den Tropen und Subtropen, beispielsweise Madagaskar, über Nordamerika, konkret die USA, bis nach Europa und Deutschland. Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität und der Böden wurden ebenso erläutert wie das sogenannte „Waldsterben 2.0“.

Ernährung und CO2 (Prof. Dr. Lindsay Jaacks, Harvard University)

Im Abschlussplenum der Konferenz stellte Prof. Dr. Senja Post außerdem noch Forschungsergebnisse und Anregungen zum Thema „Wissenschaftskommunikation in Nachhaltigkeitsdebatten“ ein und rückte dabei vor allem das Verhältnis zwischen Forschung und Presse in den Fokus. Den endgültigen Abschluss der Konferenz bildete eine Podiumsdiskussion zwischen dem Landtagsabgeordneten der Grünen in Niedersachsen Stefan Wenzel sowie Prof. Dr. Martin Qaim, Professor für Welternährungswirtschaft und rurale Entwicklung an der Universität Göttingen.

NDR-Diskussion mit Prof. M. Qaim (Uni Göttingen) undStefan Wenzel (MdL, DIE GRÜNEN)

Für die Schülerinnen und Schüler, die mitgekommen sind, war dies sicherlich eine beeindruckende Erfahrung. Einige „ältere“ Erdball-Fans, die vor wenigen Jahren am THG ihr Abitur gemacht haben, waren ebenfalls da und so kam auch ein guter Austausch zwischen den „Alten“ und den „Neuen“ zustande. Auch weitere Aktionen am THG in Verbindung mit der VdW-Kooperation wurden besprochen und geplant. Gespräche mit hochkarätigen Wissenschaftlern kamen beim Konferenztreff am Freitagabend nach anfänglicher Schüchternheit ebenso zustande und beeindruckten nachhaltig. Aber auch der Konferenzcharakter mit den Vorträgen und Diskussionsforen zu gleichen Teilen auf Deutsch und Englisch war für viele neu und eine Erfahrung wert.

Erdballfans mit Prof. U. Bartosch (VdW-Beirat)

Erdballfans in Diskussion

(Prof. Dr. Ralf Seppelt – IPBES-Bericht)

Erdballfans fragen nach

Insektensterben (Prof. Dr. Teja Tscharntke, Uni Göttingen)

(Text: Mailin Matthies, Fotos: Holger Thurn)

In der Bildergalerie auf der Homepage der Uni Göttingen finden sich viele weitere schöne Fotos von der Veranstaltung.

Preisverleihung für Erdballfans und Ausbildung zu Klimabotschaftern

Am Samstag, den 24. August 2019, wurde im Neubau des THG der mit 1.000 Euro dotierte Erdballfan-Preis verliehen. Den Preis erhalten Schülerinnen und Schüler bzw. Studierende, die sich intensiv mit globalen Themen unseres Planeten auseinandersetzen und aktiv im Rahmen ihrer Möglichkeiten an Lösungsansätzen mitarbeiten. Der von dem Unternehmer Johannes Rahe gestiftete Preis wurde schon zum zweiten Mal am THG vergeben. Die Preisträger sind diesmal die Jurastudentin Franziska Heinisch (Abitur 2017, Gymnasium Albrecht-Dürer) und Lennart Müller (Abitur 2019, Gymnasium Hohenlimburg), sowie die beiden ehemaligen THG’ler Paula Thurn (Abitur 2019) und der Physik-Student Maximilian Rüger (Abitur 2012). Herzlichen Glückwunsch an alle vier Preisträger.

Im Rahmen der Preisverleihung würdigte der Gründer der Erdballfans Klaudius Gansczyk die besonderen Leistungen der vier jungen Menschen, die sich nicht nur mit dem drängenden Thema Klimawandel intensiv beschäftigen, sondern darüber hinaus mit weiteren sehr relevanten globalen Themen wie globale Gerechtigkeit oder Frieden und Sicherheit. Als Beispiel für die Relevanz dieser weiteren Themen wurde der aktuelle Konflikt zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan genannt, der bei einer Eskalation hin zu einem begrenzten Atomkrieg globale Auswirkungen haben würde, die die Folgen des Klimawandels bei weitem überschatten würden.

Am gleichen Tag fand im Neubau eine Ausbildung für Klimabotschafter der Allianz für Entwicklung und Klima statt. Dabei handelt es sich um ein Klimaprojekt, das von Prof. Dr. Radermacher initiiert wurde und vom Bundesministerium  BMZ getragen wird. Ziel des Projektes ist es, mit freiwilligen Spenden von Unternehmen und Einzelpersonen Projekte in Entwicklungsländern zu fördern, die zum Schutz des Klimas beitragen und zugleich die Entwicklung in diesen Ländern voranbringen.

Die deutschlandweit ersten vier Klimabotschafter erhielten nach einem langen Prüfungstag ihr Zertifikat. Zukünftig dürfen die vier im Auftrag des BMZ Vorträge zur Gewinnung von Sponsoren halten. Dazu gratulieren wir den „frisch gebackenen“ Klimabotschaftern Lennart Müller,  Maximilian Rüger, dem Informatik-Studenten Amin Abdulrahman (Abitur 2017 am THG) und dem Physik-Studenten Felix Thurn (Abitur 2017 am THG).