Körbe für Namibia 2.0 beim Phoenixspiel

Über 2000 Zuschauer in der Krollmann-Arena und  (hoffentlich) gute Stimmung in der Halbzeitpause eines Phoenixspiels: Das scheinen gute Bedingungen für eine zweite Auflage der Aktion „Körbe für Namibia“ der Namibia-AG des Theodor-Heuss-Gymnasiums zu sein. Beim Heimspiel am 4. November gegen die PS Karlsruhe Lions werden zahlreiche Schüler und Schülerinnen aus den Klassenstufen 5 bis 7, die Basketball als Neigungsfach gewählt haben, in 7 Minuten versuchen, möglichst viele Korbleger zu treffen. Pro Treffer spendet der diesjährige Sponsor Vogelsang Edelstähle 10 Euro für die Unterstützung der St. Barnabas Primary School, einer Grundschule im Armenviertel von Windhoek.

Vogelsang Edelstähle, ein Edelstahlhändler aus dem Lennetal, unterstützt schon seit Jahren den lokalen Sport in Hagen und ist ein Sponsor des TSV Hagen 1860. Die Firma übernimmt dort oft Kosten für Trikots und unterstützt weitere Jugendmannschaften und Projekte. Durch diese Verbindung mit dem TSV entstand auch die Kooperation für „Körbe für Namibia“ dieses Jahr. Zusätzlich zu den Spenden pro Korb bezahlt Vogelsang auch die Kosten für die T-Shirts der teilnehmenden Werfer und Helfer.

Das erworfene Geld kommt der St. Barnabas Primary School zugute. Nachdem beim letzten Mal 2015 durch „Körbe für Namibia“ ein großer Beitrag zum Bau einer neuen, überdachten Küche geleistet werden konnte, soll auch dieses Jahr der Spendenbeitrag einem größeren Projekt an der Grundschule  helfen.

„Die Kinder dort leben in gänzlich anderen Lebensverhältnissen und Dinge, die hier in Deutschland zur Normalität gehören, sind dort nicht vorstellbar bzw. möglich. Dafür werden bei der Aktion bereits die Kinder der Basketball-AG sensibilisiert und durch ihren Einsatz bei Körbe für Namibia und die finanzielle Unterstützung von Vogelsang Edelstähle kann hoffentlich das nächste größere Projekt vor Ort realisiert werden, dementsprechend ist die Aktion auf jeden Fall die Unterstützung wert“, führt Paulina Fritz, eine Mitarbeiterin, die selbst auch Basketball spielt und den Kontakt zum Sponsor  vermitteln konnte, aus.

Während der Aktion in der Halbzeitpause und auch nach dem Spiel wird die Möglichkeit bestehen, selbst einen kleineren Betrag zu spenden oder sich beim Stand der Namibia-AG im Foyer der Krollmann-Arena noch weiter über die AG und das Projekt zu informieren.

„Sicherheit statt Militarisierung in Europa“ – ein Thema für SchülerInnen ?

„Sicherheit statt Militarisierung in Europa“ war das Thema der diesjährigen Jahrestagung der Vereinigung deutscher Wissenschaftler (VdW), die vom 4. bis 5.10.2018 in Berlin stattfand. Als Kooperationsschule der VdW hatten wieder aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler des THG die Möglichkeit, gemeinsam mit vier Lehrkräften an dieser anspruchsvollen Tagung teilzunehmen. Die Tagung teilte sich thematisch in drei große Abschnitte (Programm-Flyer):

1) Wo kommen wir hier?
Zunächst wurde eine präzise Analyse der Zeit vom Ende des kalten Krieges bis heute vorgestellt. Hier zeigte sich insbesondere, dass im Verhältnis zwischen dem Westen und Russland viele Gelegenheiten für eine stabilere Sicherheitsstruktur in Europa verpasst wurden (Beispiel: Russland als Mitglied der NATO).

2) Wo stehen wir?
Die aktuelle Situation der Sicherheit in Europa und der Krisen um Europa herum (Krim, Ukraine, Syrien, etc.) wurde aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Einerseits aus wissenschaftlicher Sicht (Dr. Hans-Georg Ehrhart vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg IFSH) und andererseits aus Sicht der Bundesregierung, vertreten durch Susanne Baumann vom Auswärtigen Amt. Eine dritte Perspektive lieferte Dr. Gernot Erler, der als ehemaliger Russlandbeauftragter der Bundesregierung vielen von seinen Kommentaren in den Medien (z.B.: Heute-Journal) bekannt ist.

3) Wo wollen wir hin?
Im letzten Abschnitt wurden Konturen einer möglichen kooperativen Sicherheitsordnung in Europa vorgestellt, in die insbesondere Russland wieder stärker mit eingebunden sein muss. Als interessante Randnotiz wurde beschrieben, dass für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Deutschland wenige Millionen Euro ausgegeben werden, während der Etat der Bundeswehr bei über 30 Milliarden Euro pro Jahr liegt.

Als besonderes Highlight der VdW-Veranstaltungen dürfen die Kaffeepausen nicht unerwähnt bleiben.  Sie bieten Gelegenheit, mit herausragenden Wissenschaftlern und Politikern in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch zu kommen. So diskutierten beispielsweise die Jura-Studentin Franziska H. mit dem ehemaligen Bundesrichter Dr. Dieter Deiseroth oder die THG-Lehrerin Anett Löcke mit dem IFSH-Wissenschaftler Dr. Ehrhart.

Schon dieser sehr kurze Überblick zeigt, dass es auf der Tagung um wichtige globale Themen auf höchstem Niveau ging. Bei der enormen Informationsdichte dieser Expertentagung ist es selbstverständlich, dass die teilnehmenden (ehemaligen) Schülerinnen und Schüler nicht jeden Vortrag in aller Tiefe verstehen konnten. Aber sie haben ihren Horizont in diesem Thema extrem erweitert und auch die teilnehmenden Lehrkräfte konnte viele Erkenntnisse mitnehmen.

Die folgenden Fotos geben ein paar Impressionen von der Veranstaltung:

Dein Tag für Afrika – Durch Wissen wurzeln stärken

„Durch Wissen wurzeln stärken“ war das diesjährige Motto beim Tag für Afrika. Das passt natürlich genau zu dem Schwerpunkt „Globales Lernen“ des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Ein großes Dankeschön geht an alle Tagwerker der THG-Schulgemeinschaft, die mithilfe ihrer gespendeten Arbeitskraft insgesamt die Rekordsumme von 4446,51 Euro für Bildungsprojekte in Afrika erwirtschaftet haben. Davon kommt die Hälfte direkt den Partnerschulen des THG in Afrika zugute.
Insgesamt waren im Jahr 2018 bundesweit 190.000 Schülerinnen und Schüler aus 590 Schulen deutschlandweit dabei. Der erwartete Gesamterlös beträgt 1,4 Millionen Euro.

Tag für Afrika 2018 am THG

Am Dienstag, den 19.06.2018 nahmen zahlreiche Schülerinnen und Schüler am Aktionstag „Dein Tag für Afrika“ der Aktion Tagwerk e.V. teil. Unsere 5er und 6er Klassen spendeten im Rahmen des Afrika Parcours, bei dem sie typische afrikanische Instrumente bauten, Fußbälle selbst herstellen und andere Spiele spielten, mehr als 300€.  Dies war u.a. auch nur möglich, weil unsere Sporthelfer den Parcours hervorragend betreuten. Die älteren Schülerinnen und Schüler haben an diesem Tag ihre Arbeitskraft außerhalb der Schule eingesetzt, um mit dem verdienten Lohn die Aktion Tagwerk zu unterstützen.

Wir und die Aktion Tagwerk bedanken uns bei allen Schülerinnen und Schülern, allen Eltern und Sporthelfern für Ihre Spende und ihren Einsatz. Dadurch können nun Bildungsprojekte in Afrika und für unsere Partnerschule in Waoundé realisiert werden.

Der Landtagspräsident von Nordrhein-Westfalen zu Gast am THG

Am 21. April 2018 besuchte der nordrhein-westfälische Landtagspräsident, André Kuper, unsere Schule und gab den Schülerinnen und Schülern der achten, neunten und zehnten Stufe in der Aula für zwei Schulstunden die Gelegenheit, ihm verschiedene Fragen zu stellen, damit sie mehr über die Funktionsweise der deutschen Politik erfahren konnten. Der Landtagspräsident war allerdings nicht alleine zu Besuch, sondern wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Erik Olaf Schulz, und Margarita Kaufmann begleitet, die in Hagen für die Fachbereiche Bildung, Kultur und Jugend und Soziales verantwortlich ist.

Nachdem die Gäste beim Eintritt der Aula vom Publikum, das aus Schülern und Lehrern bestand, euphorisch begrüßt wurden, stellte sich der Landtagspräsident auf der Bühne vor und erklärte den Anwesenden seine Aufgaben, die zum Beispiel darin bestehen, den Landtag in Düsseldorf nach außen zu vertreten und die dortigen stattfindenen Plenarsitzungen zu leiten. Er teilte ihnen außerdem mit, dass er dazu verpflichtet sei, neutral zu bleiben und seine persönliche Meinung zu politischen Themen deshalb nicht öffentlich kundgeben werde. Er erteilte dem Publikum schnell die Erlaubnis, ihn zu unterschiedlichen Sachverhalten zu befragen, beispielsweise, wie der Landtag in Düsseldorf funktioniert. Dieses Angebot wurde von vielen mutigen Schülern wahrgenommen, die den Landtagspräsidenten fleißig ausfragten. Eine Frage lautete beispielsweise, ob jeder Schüler in der Aula die Möglichkeit besäße, eine politische Karriere einzuschlagen, oder wie es in den Städten mit umweltfreundlichen Autos aussähe. Manchmal gab es auch provokante Fragen von Seiten der Schüler, die der Landtagspräsident höflich und verständnisvoll beantwortete.

Da die Veranstaltung für zwei Schulstunden geplant war, hatte jeder in der Aula nach den 90 Minuten noch die Möglichkeit, im Anschluss der Veranstaltung das persönliche Gespräch mit André Kuper zu suchen, um ihm persönliche Fragen zu stellen oder seine persönlichen Positionen zu verschiedenen Sachverhalten herauszufinden.

Dank des Besuchs des Landtagspräsidenten an unserer Schule konnten insbesondere die Schüler die deutsche Politik besser kennenlernen und wissen nun, dass sich das Geschehen unserer Politik nicht nur im Fernsehen und im Internet abspielt, sondern dass sie doch nicht so weit weg von den Schülern entfernt ist und jeder sich an ihr beteiligen kann.

Dylan Körnig, EF

Gäste aus Waoundé im Senegal am THG

Fremde Freunde endlich ganz nah! So lässt sich am besten beschreiben, was  sich am Theodor-Heuss-Gymnasium im März 2018 ereignete.

Fast genau zum 20-jährigen Jubiläum der Schulpartnerschaft zwischen der Ècole élémentaire de Waoundé und dem Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen durfte die Schulgemeinde des THG am Mittwoch und Donnerstag der letzten Woche eine vierköpfige Delegation begrüßen, die sich im Namen der Partnerschule für die kontinuierliche und langjährige Unterstützung durch die Hagener Schüler und Schülerinnen bedanken wollte.

In der Tat sind in den fast 20 Jahren Partnerschaft viele wichtige Projekte umgesetzt worden: Neben der durchgängigen Finanzierungshilfe beim Kauf von Lern- und Lehrmaterial hat die Schülerschaft des THG durch viele Aktionen (wie dem Verkauf von selbstgebackenem Kuchen an Elternsprechtagen oder am Tag der Offenen Tür sowie durch engagierte Teilnahme am jährlich stattfindenden „Tag für Afrika“ oder jüngst durch einen finanziell ausgesprochen erfolgreichen Sponsorenlauf) die Mittel aufgebracht für die Elektrifizierung der Schule und den Bau und die Ausstattung einer attraktiven Bibliothek – eine ganz große Seltenheit im strukturschwachen Osten des Senegal, wo die Gemeinde und die Eltern nicht die Mittel haben, die Schulen aus eigener Kraft zu sanieren und zu modernisieren.

Die Delegation bestand aus drei Männern, die aus Waoundé stammen, aber schon viele Jahre in München leben und arbeiten, um ihre teilweise noch in Waoundé lebenden Familien zu unterstützen, denn in der Heimat ist seit Jahrzehnten Landwirtschaft als Einkommensgrundlage wegen der Trockenheit und zunehmenden Hitze nicht mehr gesichert. Das vierte Delegationsmitglied war eine Deutschamerikanerin, die die Migrantengemeinde in München dabei unterstützt, auf vielfältige Art Mittel zur Verbesserung vor allem der Bildungssituation in Waoundé aufzutreiben.

Die Delegation brachte einen professionell gemachten Film vom Lernen und Leben in Waoundé mit, der an zwei Tagen fünf unterschiedlich großen Schülergruppen gezeigt wurde. Ergänzt wurde das Programm durch zwei Diaserien zum Thema „Wasser“ und „Das alte und das moderne Waoundé“. Das Gesehene gab Anlass zu angeregten Gesprächen und Nachfragen und die Gäste waren begeistert von dem Interesse und der Höflichkeit der jungen Zuschauer. „Es muss doch eine Freude sein, diese Schüler unterrichten zu dürfen“, meinte ein Delegationsmitglied im Gespräch mit einem der Lehrer.

Die Anerkennung für die viele vorbereitende Arbeit und den kräftezehrenden Einsatz bei fünf Präsentationen vor insgesamt ca. 300 Schülern sowie einer Vorstellung bei der Schulpflegschaft war ein festliches Abendessen in der Bibliothek des Theodor-Heuss-Gymnasiums, das in bester Tradition ein „Gastmahl“ für Bauch und Kopf war: Eine bunte Runde von Schülern, aktiven Lehrern, ehemaligen Lehrern und natürlich der Delegation hatte bei Gerichten aus Mitteleuropa, dem arabischen und dem westafrikanischen Kulturraum Gelegenheit zum Gedankenaustausch und zur Entwicklung neuer Pläne.

Bei der Abfahrt vom Parkplatz wurden die Gäste von ganzen Schülerchören mit Winken und „Auf Wiedersehen“ fröhlich verabschiedet. Für die Schülerschaft des THG war dieser Besuch eine eindrucksvolle Erfahrung, dass Lernen, wie sie es an ihrer Hagener Schule erleben, ein wirklicher Luxus ist.

 

Klasse 8d unterstützt Kinder in Kambodscha

Die Klasse 8d (Klassenlehrerteam: Schmidt/Alfano) hat sich dieses Jahr entschieden, statt wie üblich zu Wichteln, den Betrag für die Wichtelgeschenke zu spenden. Es sind 112,84 Euro zusammengekommen, die an BeeBob Hilft e.V – eine Hilfsorganisation für Kinder in Kambodscha, gespendet wurden. Als kleines Dankeschön haben die Volontäre vor Ort in Kambodscha mit den Kindern ein kleines Video gedreht:


Danke-Video aus Kambodscha für Klasse 8d

Treffen der Erdball-Fans in den Ferien

Die Erdball-Fans bestehen überwiegend aus ehemaligen und aktuellen Schülerinnen und Schülern des THG, die sich in ihrer Freizeit für eine bessere Welt engagieren. Beim gemeinsamen Wochenende in Göttingen im Herbst hatten die Erdball-Fans beschlossen, sich häufiger im Jahr zu treffen, um über die globalen Probleme der Welt und mögliche Lösungs-Visionen gemeinsam zu diskutieren. Ein erstes Treffen fand in den Weihnachtsferien am 3. Januar 2018 im Haus von Klaudius Gansczyk statt. Kaffee und Tee sowie jede Menge Weihnachtsgebäck sorgten für eine angenehme Stimmung. Dabei ging es nicht immer nur um große Weltpolitik, sondern die Teilnehmer hatten sich auch über Studium und Schule vieles zu erzählen.