Physik-LK’s vom THG am DESY – Forschung hautnah erleben

Das DESY, eines der weltweit führenden Beschleunigerzentren, ist ein national gefördertes Forschungszentrum der Helmholtz-Gesellschaft mit einem Standort in Hamburg und einem in Zeuthen. In Hamburg wird das stärkste und hellste Röntgenlicht der Welt für Experimente genutzt und Teilchen auf extrem hohe Energien beschleunigt.

Das THG ist Willkommen am DESY

Die beiden Physik-LKs der Qualifikationsphase des THGs sowie weitere interessierte Schüler hatten am vergangenen Donnerstag, 23. Januar, die Chance, dies bei einer Führung am DESY selbst zu erleben. Insgesamt 21 Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte Herr Thurn, Frau Meiners und Frau Kudla fuhren gemeinsam für einen Tag nach Hamburg. Es war bereits der dritte Ausflug des THG zum Forschungszentrum DESY.

Nach einer Einführung mit einer Erläuterung der physikalischen Grundlagen durch einen Doktoranden führte dieser die Gruppe in den Tunnel des inzwischen stillgelegten HERA-Beschleunigers, der mit einem Umfang von über sechs Kilometern der größte in Deutschland gebaute Forschungsapparat aller Zeiten war. Hier wurden bis zum Jahr 2007 Elektronen und Protonen aufeinander geschossen, um mehr über den inneren Aufbau von Protonen zu erfahren. Durch die Experimente an HERA konnten beispielsweise sogenannte Gluonen innerhalb des Protons nachgewiesen werden, die die Quarks im Inneren von Protonen zusammenhalten.

Mit dem Aufzug 15 m in die Tiefe des HERA-Tunnels
Der 6,3 km lange HERA-Tunnel tief unter Hamburg (Protonring in gelb; Elektronring in rosa)

Der zweite Teil der Besichtigung führte die Gruppe zum etwas kleineren Speicherring PETRA, mit dem ebenfalls bahnbrechende Erkenntnisse zum Aufbau der Materie gewonnen werden konnten. PETRA dient heute als Strahlungsquelle für Röntgenstrahlen mit besonders hoher Brillanz. Diese sind vor allem für Strukturanalysen in der Chemie und der Biologie sehr wichtig. Aus solchen Untersuchungen ergab sich 2009 sogar ein Chemie-Nobelpreis.

Dabei waren die Schülerinnen und Schüler vor allem auch fasziniert davon, wie real die Forschung ist, die dort betrieben wird und wie diese auch Einfluss nimmt: Viele der Erkenntnisse der Teilchenphysikexperimente des DESY haben inzwischen beispielsweise ihren Platz in den Schulbüchern gefunden. Und auch sonst sind viele Erkenntnisse, die durch Experimente am DESY auch von den über 3000 Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern pro Jahr gewonnen werden, essenziell beispielsweise für die Entwicklung von neuen Medikamenten.

Die gelernten Zusammenhänge, Modelle und Formeln aus dem Physikunterricht bekamen in diesem Kontext für die Schülerinnen und Schüler eine ganz neue, reale Bedeutung: Zu sehen, wie beispielsweise die Theorie von in elektrischen Feldern beschleunigten oder  in  magnetischen Feldern abgelenkten Teilchen konkret als Baustein von Beschleunigern verwendet wurde, quasi zum Anfassen, war ein faszinierendes Erlebnis.

Das Elektronenstrahlrohr (silber) umgeben von Quadrupol-Magneten (rosa)

Auch die Dimensionen des Forschungszentrums beeindruckten die Schülerinnen und Schüler: 2300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter circa 650 Forscher, arbeiten dort an der Gewinnung von Erkenntnissen. An den verschiedensten internationalen Großprojekten ist das DESY mittlerweile ebenfalls beteiligt: Der European XFEL-Laser auf dem DESY-Gelände erlaubt es, chemische Reaktionen zu „filmen“. Beteiligt ist das DESY außerdem am LHC, dem weltweit größten Ringbeschleuniger am CERN in Genf sowie am Ice-Cube-Experiment in der Antarktis, das kosmische Neutrinos nachweisen soll. Mehr über das DESY erfährt man auf der DESY-Homepage.

Das Erleben von konkreter Forschung war für die Schülerinnen und Schüler so auf jeden Fall eine bereichernde und unglaublich interessante Erfahrung, die hoffentlich auch den nächsten LKs ermöglicht werden kann.

(Text: Mailin Matthies; Fotos: Kudla, Meiners, Thurn)

Im folgenden noch weitere Impressionen von dem Besuch:

Erläuterungen zum Prinzip des HERA-Rings
DESY-Doktorand erläutert die Kühlung des Protonrings mit flüssigem Helium
Das dünne Elektronenstrahlrohr
Aufbau des CMS-Experiments am CERN
Modell der einzigartigen Lichtquellen am DESY
Physik-Lehrkräfte vom THG

Tanz AG des THG auf Exkursion

Am 7.12.19 ging es für die Tanz AG der Klassen 5-7, im Rahmen einer Tanz-Exkursion, nach Düsseldorf in das Capitol Theater. Passend zu ihrem selbst gewählten Thema „Hip Hop“ haben wir unsere Exkursion auf den urbanen Tanzstil ausgelegt und uns das renommierte „World Dance Team Battle“ im Rahmen der Veranstaltung „Funkin‘ Stylez“ angeschaut. Mit über 30 Kindern, einigen Eltern und Unterstützung aus der Lehrerschaft haben wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg gemacht, um uns dieses Event mit Teams aus Korea, Japan, den Niederlanden und Co nicht entgehen zu lassen. Und schon die ersten Sekunden der Veranstaltung zeigten, dass sich an diesem Abend niemand mehr auf den Plätzen des Theaters halten werden kann. Die mitreißende Musik, die Moderation durch Öczan Kozar und die unbeschreibliche Leistung der Teilnehmer/innen ließen eine einzigartige und unvergessliche Atmosphäre entstehen. Auch noch eine Woche nach der Veranstaltung sprechen die Kinder euphorisch über das Erlebte und die Inspiration des urbanen Tanzes ist deutlich sichtbar geworden. Nun trainieren sie selbst für ihre Teilnahme am „Landeswettbewerb Tanzende Schulen“, der im März in Paderborn stattfinden wird!

THG goes UK 2019 – Birchington-on-Sea / Canterbury

Auch in diesem Jahr fand für den Jahrgang 9 die Englandfahrt statt, die seit vielen Jahren versucht, den leider nicht vorhandenen Englandaustausch am und für das THG zu kompensieren.

Vom Abend des 15.09. bis zum frühen Morgen des 21.09.2019 waren 68 Schülerinnen und Schüler des Jahrganges 9 in Begleitung von Frau Gröne, Herrn Schubowitz-Esdar, Herrn Wichmann und Herrn Füg nach und in Großbritannien unterwegs. Besichtigt wurden Canterbury im Rahmen einer Stadtführung, sowie im Detail die Kathedrale und das dortige Römermuseum, Dover mit den White Cliffs, Brighton sowie als Highlight London.

Alle Beteiligten waren vom Ablauf der Fahrt und den Unterkünften in den dortigen Gastfamilien so begeistert, dass kurzentschlossen schon für das nächste Jahr vorgebucht wurde. Hierzu wird es Ende November / Anfang Dezember eine Informationsveranstaltung für den Jahrgang 8 geben.

Die Fotos zeigen die Tower Bridge in London, die White Cliffs of Dover,  den Kreuzgang von Canterbury Cathedral und ein Gruppenbild am Strand zwischen Birchington-on-Sea und Margate.

Schulorchester auf Orchesterfahrt

Trotz recht hoher Temperaturen war das Schulorchester vom 24. bis zum 26. Juni 2019 auf Orchesterfahrt in Rummenohl, um die Stücke für das Sommerkonzert zu proben. Insgesamt 24 Beteiligte übten fleißig, darunter auch viele, die das erste Mal im Orchester spielten. Das waren vor allem Querflötenschüler und -schülerinnen aus der 5. und 6. Klasse sowie noch ebenfalls zwei Fünftklässler mit Trompete und Saxophon.
Mit einigen Runden Werwolf und anderen Spiele kam aber auch der Spaß nicht zu kurz.
Wie erfolgreich die Proben waren, war auf dem Sommerkonzert zu hören und wird auch beim Kulinarischen Abend Anfang des nächsten Schuljahres zu hören sein.  (von: Mailin Matthies und Niels Pieper)

Italienischkurse der Q1 in Rom

Abgesehen von den Massenmorden am letzten Abend beim „Werwolf“-Spielen verlief die Kursfahrt eines Teils der beiden Italienischkurse der Q1 nach Rom sehr friedlich. Schon der Start am Montag, den 21. Januar, war durch den Treffpunkt um 5:10 Uhr morgens eher verschlafen als hektisch und auch der Hinflug war durch die Wartezeiten alles andere als hektisch. In Rom angekommen, gab es natürlich viel zu sehen: Schon am ersten Nachmittag standen kurze Besuche des Kolosseums, der Spanischen Treppen und des Trevi-Brunnens (natürlich mit hineingeworfenen Münzen) an. Das gemeinsame Abendessen rundete, wie auch während der restlichen Fahrt, den Tag ab.
Chaotisch begann der Dienstag: Morgens um acht Uhr ist anscheinend keine gute Zeit für eine Metrofahrt zum Kolosseum. Anscheinend wollten auch noch ein paar andere Menschen die Metro benutzen. Trotzdem kam schlussendlich aber die ganze Gruppe geschlossen beim Kolosseum an. Was dabei und auch schon am Tag zuvor auffiel: An vielen bekannten Orten und zum Beispiel an den Metrostationen waren Carabinieri, also Angehörige des Militärs, postiert.

Das Kolosseum und anschließend das Forum Romanum besichtigten wir bei anhaltendem nasskalten Wetter bei einer Führung. Den Nachmittag hatten wir wie auch an den nachfolgenden Tagen zur freien Verfügung und konnten in Gruppen Rom weiter erkunden, bis wir uns abends abermals zum Essen trafen.
Am Mittwoch stand der Vatikan auf dem Plan. Nachdem unerwarteterweise die Möglichkeit bestand, den Petersdom auch von innen zu besichtigen und wir das natürlich in Anspruch genommen hatten, statteten wir auch den Vatikanischen Museen noch einen Besuch ab: Die Sixtinische Kapelle, sehr viel Kunst, Statuen, Wandteppiche, Gemälde…  Dort gab es so ziemlich aus allen Epochen etwas zu sehen.
Nachdem die ersten drei Tage sehr regnerisch waren, ließ sich am Donnerstag endlich auch die Sonne mal blicken. Mit einem „Spaziergang“ durch Rom, um die verschiedenen Brunnen und Plätze zu sehen, verbrachten wir diesen Tag. Ein Highlight dabei: Eine Eisdiele mit 150 Eissorten.
Der leider schon letzte Tag führte die Gruppe nach Ostia Antica, eine riesige Ausgrabungsstätte, an der in der Antike die Hafenstadt Ostia stand, reiche Römer zur Erholung hinfuhren und Handel getrieben wurde. So nah am Meer konnten wir es uns aber nicht nehmen lassen, auch nochmal wirklich an die Küste zu fahren. Mit dem Bus ging es noch in das moderne Ostia an den Strand, um ein bisschen Meeresluft zu atmen.
Wie schon erwähnt, endete dieser letzte Abend in einem Massenmord an den Dorfbewohnern von zwei Runden Werwolf.
Viel zu früh am nächsten Morgen holte der Bus die gesamte Gruppe auch schon wieder ab und brachte sie zum Flughafen. Mittags landete der Flieger in Düsseldorf und damit war die fünftägige Romfahrt schon wieder beendet.
(Mailin Matthies)

Juggern mit Jahrgangsstufe 7

Lange Tradition am THG hat die Zusammenarbeit mit VEEX um den Schülern u.a. in der Erprobungsstufe erfahrungsorientiertes Lernen zu ermöglichen. Im Mai 2018 verbrachte unsere Jahrgangsstufe 7 jeweils einen Tag am Marienhof. Ein Bericht von Hanan Buzyarzist:

Am Mittwoch den 16.5.2018 war die Klasse 7b beim Marienhof. Dort haben sie das Juggern kennengelernt. Beim Juggern spielen zwei Teams um einen Jugg (Schaumstoffquader), bei dem sich die Teams mit unterschiedlich langen Schaumstoffstäben beharken. Das Juggern hilft soziale Kompetenzen in der Klasse zu fördern.
Als erstes hat der Tag mit einem Spiel angefangen, indem wir uns aufgelockert haben. Danach haben wir die Techniken gelernt, die wir für das Juggern benötigt haben. Wir sind dann hoch in den Wald gegangen und haben mit den Schaumstoffstäben gelernt umzugehen. Später sind wir auf die Wiese gegangen und haben mit dem Jugg gespielt. Das Juggern haben wir dann als Abschlussspiel gemacht. Team Bunt und Team Blau haben dann gegeneinander gespielt. Im Spiel ist es wichtig fair zu spielen und miteinander zu Kommunizieren. Außerdem ist es wichtig Regeln einhalten zu können und Verantwortung im Team zu übernehmen. Das Spiel endete 3:2 für Team Blau.
Unserer Klasse hat das Juggern sehr gefallen, da man strategisch an das Spiel angehen musste.

Kulturhistorische Tagesexkursion der Lateinkurse des Jahrgangs 9 (Sgz / Füg)

Nachdem zum Ende des letzen Schuljahres erstmalig eine die Fächer Latein und Geschichte verbindende Exkursion des gesamten Jahrganges 6 nach Xanten in den dortigen archäologischen Park stattgefunden hatte, deren Erfolg als Ausgangspunkt einer festen Etablierung der Fahrt war (dieses Jahr findet die Fahrt am Mittwoch, dem 27.06.2018 statt), begab sich der Jahrgang 9 am Mittwoch, dem 21.03.2018, an einem anderen Ziel auf die Suche nach Überresten römischer Kultur und römischen Lebens in Deutschland.

Die Lateinkurse von Frau Dr. Schurgacz und Herrn Füg besuchten die ehemalige Kaiserstadt Trier, wo die Schülerinnen und Schüler gelungene Kurzreferate zur Porta Nigra, dem Dom, der Konstantins- Basilika sowie den Kaiserthermen hielten, zum Abschluss führte Herr Füg durch das Amphitheater.

Trotz der langen An- und Abreise waren sich alle einig, dass diese Fahrt durchweg gelungen war und gerne auch zu einer mehr oder weniger festen Veranstaltung im Kalender des THGs werden soll.

Fachschaft Latein

Ausflug der 10. Klasse zum Theater an der Ruhr

Am 29.11.2017 machte die 10. Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums an einem Mittwoch mit den Lehrern Frau Rimpel, Herr Lipok, Frau Wilde und Engbrink-Fischer eine Exkursion zum Theater an der Ruhr, um sich das Stück „Die Physiker“ anzuschauen. Das Buch dazu wird gerade im Deutschunterricht behandelt, weshalb es gut für die Schüler war, sich die Handlung „aufgeführt“ anzugucken, um danach die Klausur darüber zu schreiben.

Die ca. 100 Schüler der 10. Klasse (EF) wurden nach der Schule um 17 Uhr von zwei Reisebussen am Westfalenbad abgeholt, die von Hagen nach Mülheim fuhren. Auf den deutschen Straßen war viel Verkehr, weshalb die Fahrt hin zum Theater länger dauerte als geplant.

Beim Theater wurden wir und eine 8. Klasse aus einer Schule in Mülheim, die das Stück auch angucken wollten, von einer Mitarbeiterin des Theaters begrüßt. Anschließend ging die Schülermasse in einen Saal und die Show begann. Das Stück war gut und den Schauspielern ist es gelungen, die Emotionen der Figuren auszuleben. Die Aufführung war aber etwas abgeändert vom Buch und natürlich kürzer zusammengefasst.

Das Witzigste am Ausflug war, dass das Publikum anfing zu klatschen, weil es dachte, dass das Stück zu Ende sei, da die Schauspieler sich bei einer Szene nicht bewegt hatten (das gehörte jedoch zur Handlung) – während die Schüler laut klatschten, guckten die Schauspieler ziemlich erstaunt und dann wurde jedem nach und nach klar, dass das Stück doch noch nicht zu Ende ist. Am Ende gab es aber dann einen wirklich ordentlichen Applaus für die tolle Leistung und die gelungene Show der Mitarbeiter des Theaters und es ging im Dunkeln mit den Reisebussen wieder ab nach Hause, nach Hagen. Abends um ca. 21 Uhr endete dann der Ausflug und die Schüler gingen vom Westfalenbad aus nach Hause oder wurden abgeholt.

Dylan Körnig (EF)