Digitale Jugend braucht keine Eltern

Unter diesem etwas provokanten Titel fanden in der Aula des Theodor-Heuss-Gymnasiums zwei Vorträge zum Thema Mediensucht statt. Als ausgewiesener Medienexperte konnte hierfür Dipl.-Psych. Stephan Pitten vom Fachverband Medienabhängigkeit e.V. gewonnen werden.

Am THG hat das Thema Digitalisierung mit dem Projekt THGmediA schon lange begonnen. Für das Lehren und Lernen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, die am THG sehr erfolgreich genutzt werden. Aber natürlich birgt die zunehmende Digitalisierung auch Gefahren und Risiken. Dies betrifft die Zeit in der Schule, aber noch stärker die Freizeit außerhalb der Schule. Daher passte die Veranstaltung perfekt zum Anspruch des THG, in Sachen Digitalisierung eine besondere Rolle zu spielen.

In seinem ersten Vortrag vor Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9 des THG gewann Herr Pitten die Aufmerksamkeit des jungen Publikums, indem er mit wenigen Schlagwörtern klar machte, dass er sich in der digitalen Welt von jungen Menschen sehr gut auskannte. Für viele der anwesenden Lehrerinnen und Lehrer tat sich eine unbekannte Welt auf. Mit diesem Einstieg gelang es dem Vortragenden, die Schülerinnen und Schüler zu erreichen und ohne drohenden Zeigefinger auf Gefahren und Risiken der Mediennutzung hinzuweisen. „In eurem Alter entwickeln sich verschiedene Teile des Gehirns unterschiedlich schnell. Daher ist der für Party und Lustgewinn zuständige Gehirnteil viel stärker als der Gehirnteil für Kontrolle,“ erklärte der Psychologe. Als Herr Pitten zum Abschluss einen kleinen Videoausschnitt von einem Interview mit einem Mediensüchtigen zeigte, war es plötzlich ganz still in der Aula und alle sahen gebannt zu.

Am Abend des gleichen Tages waren Eltern eingeladen, sich über Mediennutzung und deren Risiken zu informieren. Zunächst wurden verschiedene Computerspiel-Arten wie „Massively- Multiplayer-Online-Role-Playing-Games“, „Multiplayer-Online-Battle-Arena“, „Ego-Shooter“, etc. vorgestellt und deren unterschiedliches Suchtpotenzial erläutert. „Zwei Stunden können bei einem Spiel mit hohem Suchtpotential gefährlicher sein als sechs Stunden mit einem anderen Spiel“, erläuterte Herr Pitten. Aber auch die Nutzung von Whatsapp, Facebook, Instagramm und co. wurden thematisiert. Zentrale Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation mit den Jugendlichen ist laut Pitten, sich als Eltern ein Stück in die Rolle der Kinder zu versetzen, um so deren Reaktionen auf die Anforderungen der Eltern besser zu verstehen. Wann echte Medienabhängigkeit im medizinischen Sinne beginnt wurde anhand einer Kriterienliste erläutert. Was solche Medienabhängigkeit bedeutet, verdeutlichte Dipl.- Psych. Pitten mit einigen erschütternden Zitaten von Medienabhängigen aus seiner praktischen Tätigkeit.

Die abschließende Diskussionsrunde zeigte, dass viele Eltern sehr ähnliche Herausforderungen bei diesem Thema haben. Einige Eltern wussten nicht mehr, wie sie den Medienkonsum ihres Kindes in den Griff bekommen sollen, andere fragten sich, ob der Medienkonsum noch im akzeptablen Rahmen liegt. Für alle hatte Herr Pitten hilfreiche Ratschläge. Eine Zusammenstellung mit vielen Informationen zum Thema können auf Nachfrage (thg.event@thg-hagen.info) gern zugesendet werden. Als Resümee beider Veranstaltungen lässt sich zusammenfassen:

Digitale Jugend braucht unbedingt sensibilisierte und informierte Eltern!

Bildung für nachhaltige Entwicklung – Göttingen 2018

Das Thema der diesjährigen Veranstaltung in Göttingen war „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“, also ein Thema von höchster Relevanz für die Schulwelt.  Schon seit 2012 fahren Schülerinnen und Schüler des THG jedes Jahr zu den Veranstaltungen der Reihe „Wissenschaft für Frieden und Nachhaltigkeit“, die gemeinsam von der Vereinigung deutscher Wissenschaftler, der Adam von Trott Stiftung und der Universität Göttingen in Göttingen durchgeführt werden. Auch dieses Mal waren über 20 „Erdball-Fans“ dabei, überwiegend aktuelle und ehemalige THG’ler. Die Ehemaligen studieren inzwischen verteilt in ganz Deutschland unterschiedlichste Fächer in den ersten Semestern oder bereits in der Promotion. Was alle verbindet ist der Wunsch, die Welt in ihren komplexen globalen Zusammenhängen zu verstehen und der Wille, mit dem eigenen Handeln die Welt zu einer besseren werden zu lassen.

Die Veranstaltung begann mit einem herausragenden Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Bartosch, der in seinen „Einführenden Gedanken zur Bildung der Nachhaltigkeit“ die globalen Herausforderungen mit den Anforderungen an eine Bildung zur Nachhaltigkeit verknüpfte. Ein weiterer Hauptredner war diesmal Prof. Dr. Gerhard de Haan, der von 2005 bis 2014 Vorsitzender des Nationalkomitees für die Dekade der Vereinten Nationen zu „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ war.  Auch der Einfluss der Digitalisierung wurde von Frau Prof. Dr. Macgilchrist mit dem Vortrag „Digitalisierung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ analysiert. Den nachfolgenden Impulsvortrag zum Thema „Lehramtsausbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hielt der THG-Lehrer und Fachleiter für Philosophie Klaudius Gansczyk, der seine über 20-jährige Erfahrung in diesem Gebiet einbringen konnte. Am abendlichen Streitgespräch zum Thema „Was sollen unsere Kinder lernen?“ nahm der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne teil.

In den Pausen oder bei weniger interessanten Vortragsthemen zogen sich die „Erdball-Fans“ in einen von der Universität Göttingen extra bereit gestellten Raum zurück, um gemeinsam weitere Strategien zu erarbeiten. Nachdem der Weltklimaforscher Prof. Graßl an einer solche Arbeitssitzung mit den „Erdball-Fans“ teilgenommen hatte, war er tief beeindruckt von den reflektierten und selbstbewussten Beiträgen der jungen Menschen.

„Erdball-Fans“ mit Prof. Bartosch (links), Frau Prof. Beisiegel (Mitte) und Prof. de Haan (7. v. rechts)
Prof. Bartosch und die Enterprise
Diskussion im Café nebenan
Prof. de Haan über die Frage „Was ist gute Bildung für nachhaltige Entwicklung?“
Prof. de Haan stellt 12 Gestaltungskompetenzen vor
Gespräche beim abendlichen Empfang
Frau Prof. Beisiegel, Präsidentin der Uni-Göttingen
Frau Prof. Macgilchrist über die Beziehung zur Digitalisierung
Arbeitsrunde der „Erdball-Fans“
Arbeitsrunde der „Erdball-Fans“

Superkraft des Vorlesens – Vorlesewettbewerb am THG

Dieses Jahr feierte der bundesweite Vorlesewettbewerb sein sechzigstes Jubiläum und stand unter dem Motto „Die Superkraft des Vorlesens“. Auch am THG traten wieder die besten Vorleserinnen und Vorleser aus den sechsten Klassen gegeneinander an, um die Jury von ihrem Können zu überzeugen. Diese bestand aus der Schulleitung (Herr Meyhoefer, Herr Kruse), Elternvertreterinnen (Frau Richter, Frau Kettling) und den Schülervertretern (Paula Thurn, Alessio Corvino). Frau Bruns führte als Moderatorin durch den Wettstreit.

In der ersten Runde trat zunächst Finn Drescher aus der Klasse 6a an und las einen witzigen Textabschnitt aus dem Comic-Roman „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinneyvor. Lorena Rubil aus der 6b hatte eine spannende Stelle aus dem Detektivkrimi „Die drei !!! – Panik im Freizeitpark“ von Mira Sol vorbereitet und zuletzt präsentierte Alina Reich aus der 6c ein fesselndes Kapitel aus dem Jugendroman „Wie man seine Eltern erzieht“ von Pete Johnson. Der in der Mensa versammelte Jahrgang 6 lauschte gebannt.

In der zweiten Runde mussten die Schülerinnen und Schüler ihre Vorlesefähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie jeweils eine für sie bis dahin unbekannte Textstelle aus dem thematisch passend gewählten „Achtung Superheld“ von Matthew Codyvortrugen. Beide Herausforderungen meisterten die Klassensieger souverän und die Jury stand somit vor einer schwierigen Aufgabe.

Während die Juroren sich zur Beratung zurückzogen, nutzten noch weitere Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit aus dem Buch vorzulesen und die Wartezeit zu überbrücken. In Person von Herrn Meyhoefer verkündete die Jury schließlich ihr Ergebnis. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von den Leistungen aller Vorlesenden und vergaben daher zwei zweite Plätze an Lorena Rubil (6b) und Finn Drescher (6a). Die glückliche Gewinnerin des sechzigsten Vorlesewettbewerbs am THG ist somit Alina Reich aus der 6c, deren überaus lebendiger Lesevortrag die Jury vollends überzeugte. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg beim Kreisentscheid im Januar!

Digitale Jugend braucht keine Eltern

>>> Für „THG-Eltern“ OHNE Voranmeldung. <<
Bei uns am THG hat die Digitalisierung mit dem Projekt THGmediA schon längst begonnen. Für das Lehren und Lernen ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, die am THG sehr erfolgreich genutzt werden.
Aber natürlich birgt die zunehmende Digitalisierung auch Gefahren und Risiken. Dies betrifft die Zeit in der Schule, aber noch stärker die Freizeit außerhalb der Schule.  Bitte lassen Sie Ihre Kinder und Jugendlichen nicht mit mobilen Endgeräten allein, sondern nutzen Sie die Möglichkeiten der Geräte,  Jugendschutz-Einstellungen und erlaubte Nutzungszeiten auf den Geräten der Kinder und Jugendlichen einzustellen. Dazu haben wir einen kleinen Elternratgeber Digitale Medien zusammengestellt, der dabei hilfreich sein könnte. Denn: Digitale Jugend braucht ganz bestimmt Eltern !

Schließlich möchten wir in diesem Zusammenhang auf einen Expertenvortrag zum Thema „Mediensucht und Prävention“ hinweisen, der am 20. November 2018 am THG für „THG-Eltern“ stattfinden wird. Für Interessierte außerhalb des THG stehen 50 Plätze zur Verfügung. „THG-Eltern“ kommen einfach vorbei, alle anderen schicken bitte eine formlose Anmeldung an thg.event@thg-hagen.info.

Der Vortrag steht im Zusammenhang mit der Wanderausstellung „Cyberflucht & Mediensucht“,  die vom 6.11. bis 2.12. 2018 im Jungen Museum des Osthaus-Museums zu sehen sein wird.

Tag der offenen Tür 2018 – eine beeindruckende Vielfalt

Einen „Tag der offenen Tür“ organisierte das Theodor-Heuss-Gymnasium am Samstag, 17.11. für die Viertklässler der Hagener Grundschulen.

Nach der Begrüßung um 10:00 Uhr in der Mensa, in der das THG-Orchester sowie der aktuelle Unterstufenchor musikalisch den Tag eröffneten, konnten die Grundschüler das Gebäude selbstständig erkunden. In zahlreichen Lerninseln lernten sie die Vielseitigkeit des THGs kennen.´Sie waren begeistert von den experimentellen Mitmachaktionen und von den Sportangeboten, die sich die Lehrerinnen und Lehrer für sie ausgedacht hatten.

Besonders angetan waren sie von der guten Atmosphäre, die am THG herrscht. Dies kristallisierte sich in den vielen Gesprächen, die die Viertklässler mit den THG-Schülern, die die Aktionen tatkräftig unterstützten, führen konnten, heraus. Auch von der einmaligen Lage der Schule im Grünen waren die Grundschüler begeistert. Die Gebäude mit ihren lichtdurchfluteten Räumen schafften eine positive Stimmung, die sehr schnell auf alle Beteiligten übergriff.

In zwei gut besuchten Vorträgen wurden den Eltern die Vorteile einer gebundenen Ganztagsschule dargestellt. Die Angst, dass die Kinder keine Zeit mehr für private Aktivitäten hätten, konnte ihnen schnell genommen werden. Zwischendurch bestand auch die Möglichkeit, sich in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen zu stärken und weitere Gespräche in einem zwanglosen Rahmen zu führen.

Auch die Zehntklässler der Haupt- und Realschulen, die an einem Wechsel zur gymnasialen Oberstufe am THG interessiert waren, konnten in einem Vortrag und in persönlichen Beratungen von der Leistungsfähigkeit des THG überzeugt werden.

Die folgenden Fotos geben einen kleinen Eindruck von dem vielfältigem Programm und der tollen Stimmung:







Schulimkerei startet Honigverkauf

Pünktlich zum Tag der offenen Tür wird am THG wieder Honig verkauft.

An dem diesjärigen Wettbewerb zur Gestaltung des Honigglasetiketts haben zahlreiche Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Eine Jury, bestehend aus Frau Hollmann und einigen Schulimkern, hat entschieden, die Vorschläge von Anna Lemke (7c), Celina Schubert, Gifty Lyonga und Luise Baldauf (alle 7b) zu verwenden. Als kleines Dankeschön erhielten die Schülerinnen bereits vorab ein Gläschen „flüssiges Gold“.

Tag der offenen Tür – Wir am THG

Einen „Tag der offenen Tür“ veranstaltet das Theodor-Heuss-Gymnasium für Kinder der 4. Grundschulklassen am Samstag, 17. November in der Zeit von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr. Nach der Begrüßung um 10:00 Uhr in der Mensa können die Schülerinnen und Schüler die Vielseitigkeit des THGs in verschiedenen Lerninseln, experimentellen Mitmachaktionen, Sportveranstaltungen, Ausstellungen, Infoständen und Schulführungen kennenlernen.

Zusätzlich werden Beratungs- und Informationsgespräche mit der Schulleitung, den Lehrkräften sowie Eltern- und Schülervertretern angeboten.

Zwischendurch besteht die Möglichkeit, sich in der Cafeteria bei Kaffee und Kuchen zu stärken und weitere Gespräche in einem zwanglosen Rahmen zu führen.

Eingeladen sind ebenfalls die Zehntklässler der Haupt- und Realschulen, die an einem Wechsel zur gymnasialen Oberstufe am THG interessiert sind. Detaillierte Informationen werden diesen Schülerinnen und Schülern ab  11 Uhr in Raum 214 zur Verfügung gestellt.

Körbe für Namibia 2.0 beim Phoenixspiel

Über 2000 Zuschauer in der Krollmann-Arena und  (hoffentlich) gute Stimmung in der Halbzeitpause eines Phoenixspiels: Das scheinen gute Bedingungen für eine zweite Auflage der Aktion „Körbe für Namibia“ der Namibia-AG des Theodor-Heuss-Gymnasiums zu sein. Beim Heimspiel am 4. November gegen die PS Karlsruhe Lions werden zahlreiche Schüler und Schülerinnen aus den Klassenstufen 5 bis 7, die Basketball als Neigungsfach gewählt haben, in 7 Minuten versuchen, möglichst viele Korbleger zu treffen. Pro Treffer spendet der diesjährige Sponsor Vogelsang Edelstähle 10 Euro für die Unterstützung der St. Barnabas Primary School, einer Grundschule im Armenviertel von Windhoek.

Vogelsang Edelstähle, ein Edelstahlhändler aus dem Lennetal, unterstützt schon seit Jahren den lokalen Sport in Hagen und ist ein Sponsor des TSV Hagen 1860. Die Firma übernimmt dort oft Kosten für Trikots und unterstützt weitere Jugendmannschaften und Projekte. Durch diese Verbindung mit dem TSV entstand auch die Kooperation für „Körbe für Namibia“ dieses Jahr. Zusätzlich zu den Spenden pro Korb bezahlt Vogelsang auch die Kosten für die T-Shirts der teilnehmenden Werfer und Helfer.

Das erworfene Geld kommt der St. Barnabas Primary School zugute. Nachdem beim letzten Mal 2015 durch „Körbe für Namibia“ ein großer Beitrag zum Bau einer neuen, überdachten Küche geleistet werden konnte, soll auch dieses Jahr der Spendenbeitrag einem größeren Projekt an der Grundschule  helfen.

„Die Kinder dort leben in gänzlich anderen Lebensverhältnissen und Dinge, die hier in Deutschland zur Normalität gehören, sind dort nicht vorstellbar bzw. möglich. Dafür werden bei der Aktion bereits die Kinder der Basketball-AG sensibilisiert und durch ihren Einsatz bei Körbe für Namibia und die finanzielle Unterstützung von Vogelsang Edelstähle kann hoffentlich das nächste größere Projekt vor Ort realisiert werden, dementsprechend ist die Aktion auf jeden Fall die Unterstützung wert“, führt Paulina Fritz, eine Mitarbeiterin, die selbst auch Basketball spielt und den Kontakt zum Sponsor  vermitteln konnte, aus.

Während der Aktion in der Halbzeitpause und auch nach dem Spiel wird die Möglichkeit bestehen, selbst einen kleineren Betrag zu spenden oder sich beim Stand der Namibia-AG im Foyer der Krollmann-Arena noch weiter über die AG und das Projekt zu informieren.