Amphitheater, Thermen und Legionäre – Xanten 2026

Nachdem die Exkursion nach Xanten im letzten Jahr entfallen musste, machten sich in diesem Schuljahr gleich zwei Lerngruppen (Lateinkurse der Klassen 7 und 8) auf den Weg an den Niederrhein. Bei zumeist sonnigem Wetter wurde zunächst der Archäologische Park erkundet. Dazu hatten die Schülerinnen und Schüler Referate erarbeitet, mittels derer sie die Gruppe über verschiedene Gebäude (beispielsweise den Hafentempel oder das Amphitheater) und historische Hintergründe (z. B. die Colonia Ulpia Traiana oder die Römer in Germanien) informierten. Ebenso lernten sie bei der Besichtigung einer Herberge römische Gepflogenheiten wie das Essen im Liegen kennen und entdeckten bei einer Kaiserchronologie bekannte Namen (Caesar, Augustus). Weil an diesem Tag Vorbereitungen für die Römertage getroffen wurden, konnten die Jugendlichen außerdem einer Parade von „Legionären“ zuschauen, was den Ausflug zusätzlich aufwertete.

Nach der Mittagspause erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei zwei Führungen im Römermuseum (z. B. anhand von Grabsteinen, der Thermen oder eines Plattbodenschiffes) weitere Details über das Leben der Römer sowohl in Germanien als auch im Allgemeinen.

Insgesamt war sich die Gruppe – die Jugendlichen sowie Frau Dr. Schurgacz und Frau Wienhauer als begleitende Lehrerinnen – einig, dass der Ausflug eine gelungene Abwechslung zum regulären Unterricht darstellte, und peilte bereits weitere Ziele an.   

Trier – Bauwerke, Legenden und Machtkämpfe

Wie schon in den vergangenen Jahren erkundete auch in diesem Schuljahr ein Lateinkurs der Jahrgangsstufe 8 die älteste Stadt Deutschlands. Unter Leitung von Frau Dr. Schurgacz und Frau Wienhauer ging es zunächst ins Amphitheater. Dort wurde die Akustik erprobt und für gut befunden. Ebenso nahm die Gruppe die Überreste der Arena mitsamt dem unterirdischen Bereich, in dem sich die Gladiatoren vor den Kämpfen aufhielten, genauer in Augenschein.

Am Nachmittag erhielten die Schülerinnen und Schüler bei einer Führung durch die Innenstadt weitere Einblicke sowohl in das antike als auch in das mittelalterliche Trier. Dabei erfuhren sie unter anderem, dass die Porta Nigra ursprünglich einen anderen Namen hatte, der heute jedoch nicht mehr bekannt ist, wohingegen ein anderes – nicht mehr erhaltenes Tor – in einem Brief namentlich erwähnt wurde. Die Gruppe übersetzte unterwegs mehrere Inschriften aus dem Mittelalter, die Informationen über das damalige Leben und die kursierenden Legenden boten. So besagte beispielsweise eine Inschrift, dass Trier älter als Rom sei. Außerdem erzählte der „römische Reiseführer“ den Jugendlichen viel über die Machtkämpfe der Kaiser in der Spätantike, aus denen der einige Jahre in Trier residierende Konstantin als Sieger hervorging.

Insgesamt erwies sich der Lateinunterricht an diesem Tag alles andere als trocken – was nicht nur den Inhalt, sondern auch das Wetter betraf. Dennoch bereitete die Exkursion allen Beteiligten viel Freude. Die Gruppe war sich einig, dass der Ausflug gelungen war und Lust auf mehr weckt.